Einleitung 8. Sept. 2008 18. Okt. 2008 MAI 2009

01. Mai 2009

KESTRICH hat eine eigene Domain

www.kestrich.de

Hier wird sich in Zukunft Spezifisches von Kestrich finden lassen
 
 
18. Okt. 2008

Das Kartoffelfest - Gerichte um und mit der oberhessischen Kartoffel

[Fortsetzung folgt]
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8. Sept. 2008

Meine letzten Besuche will ich nun nicht dokumentieren - ich glaube der letzte war vor vier oder fünf Jahren - aber ich habe konstatiert, dass die zeitlichen Abstände der Besuche zu gross waren.

Am 5. September 2008 habe ich auf der Rückfahrt von Waiblingen, wo Kinder und Kindeskinder wohnen, endlich wieder einen Abstecher nach KESTRICH gemacht. Es wurde Zeit! Das habe ich gemerkt, als ich dort war.
Ein kleiner Hintergedanke war auch der, von Norbert wieder einen geschlachteten Hasen vorzüglichster Qualität mitzunehmen. Der wurde sogar noch am Tag der Rückreise abends zubereitet.

Ein Problem bei mir ist die Jugend im Kopf und die doch älter gewordene 'Physis'. Aber ich bin froh, dass es nicht nur mir so geht. Meine Generation hat ihre Zipperlein bekommen. Auch die Kestricher Konnäckschen. Alles in Allem sind wir aber doch noch ganz schön fit.
Freude macht die Tatsache, dass das alte Schwimmbad - gesponsert durch den Förderverein - seit etlichen Jahren neu 'erstrahlt'. Und gelungen ist auch die Teichanlage oberhalb des Bades.

Eine besonders erwähneswerte Sache seit über 25 Jahren ist das samstägliche Feuer in der Mühlgass'. Zeitpunkt der Begegnung, der Kommunikation und vielem mehr. Der Fremde darf sich glücklich schätzen, wenn er "zum Feuer" eingeladen wird. Überhaupt anerkenne ich den Zusammenhalt der Gemeinschaft, auch in Verbindung mit dem
Club der Zwölf. Das findet man nicht oft in der heutigen Zeit.

Im Verlauf der 53 Jahre - über ein halbes Jahrhundert - die Zeit, mit der ich mit Kestrich verbunden bin, hat sich einiges in dem kleinen Bauerndorf getan. Heute gehört es zur Grossgemeinde
FELDATAL, dem Tal der Mühlen, wie es auf der Internetz-Seite beschrieben ist. Was schmerzlich ich jedoch vermisse ist die uralte Dorflinde gegenüber der Mühlgass' und das dort einmal gestandene alte Backhaus des Oberdorfes. Schade, wir sind oft dort im Dunklen gesessen....; andereseits leben wir nicht von Erinnerungen, sondern mit ihnen.

Ich stelle fest: Die temporären Aufenthalte lassen einiges deutlicher aus der Distanz erkennen. Veränderungen verdeutlichen sich und wirken nachhaltig. Die Zeichen der Zeit sprechen eine deutliche Sprache; einige Freunde sind bereits gegangen, und einige sind erneut vom Wege abgekommen.

Ein 'Kartoffelfest' ist im Oktober ( 18. Okt. ??? ) angedacht. Ich denke, dass ich dazu mit meiner Angetrauten 'mein' Kestrich besuche. Von Ahlen /W. sind es nur 280 Kilometerle, also locker in zwei Stunden zu schaffen, ohne sich aufzuregen. Die A 45 erfüllt ihren Zweck.

[Fortsetzung folgt oben]
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Einleitung


KESTRICH
Kreis Alsfeld ... 1955 war ich in den grossen Ferien das erste Mal dort. Mein Onkel Otto, der Bruder meines Grossvaters, hatte nach den Wirren des Krieges hier eine neue Heimat gefunden.
Die gute Beziehung zwischen den beiden Brüdern war die Basis und der Anfang für meine zweite Heimat. Auch ein kleiner Junge brauchte Kraft für seinen Lebensweg. Und diese Kraft holte sich der kleine Udo in Kestrich. Diese Kraft reichte für ein ganzes Jahr - bis zu den nächsten Ferien. In Kestrich fand der kleine Junge aus der grossen Stadt seine Freunde, und diese Freundschaft hält bis heute an; denn

Freunde sind wie Sterne; man sieht sie nicht immer, aber man weiss, dass sie da sind.

Die regelmässigen Ferienaufenthalte fanden ihr Ende mit dem Eintritt in das Berufsleben und damit in die Ausbildung. Allerdings bin ich durch die Beziehung zu meinem kleinen Bauerndorf in Oberhessen wesentlich geprägt worden. Grossen Anteil daran hatten meine 'Dorfeltern' Berta und Albert.
Es war nicht nur das Schlepperfahren, was mich begeisterte. Es war auch die 'kleine' Freiheit, die Natur und die Tiere, die Jagd und letztendlich auch die Mäd'rr-chen. Allerdings war meine langjährige Freundin kein Mädel aus Kestrich, sondern "meine Frankfurterin", die bei Keils ihre Ferien verbrachte.
Unsere Wege trennten sich allerdings irgendwann. Aber das ist der Weg des Lebens, der auch durch persönliche Umstände vorgegeben wird.

Das Studium in Stuttgart, welches ich mit 20 Jahren begann, mündete letztendlich in ein Verbleiben im Schwabenland für einen Zeitrahmen von über 40 Jahren. Dort lebt meine Familie, "mein" PA..-Clan einschl. aller Nachkommen.

KESTRICH habe ich dabei nie vergessen. Immer mal wieder suchte ich "mein Dorf" auf. Viel hat sich verändert, viele, die ich kannte, sind für immer gegangen und einige sind dazu gekommen.
 
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